Rechtssichere Netz- und Kundenprozesse für Stadtwerke – direkt neben Ihrem Abrechnungssystem

Für Stadtwerke und regionale Versorger, die Netz, Vertrieb, Messwesen, Wärme und Wasser mit einem gemeinsamen IT-Team steuern: Bauen Sie Netzanschlussanträge, §14a-Geräteprozesse, Marktprozess-Clearing und Compliance-Nachweise als produktive Software mit Prüfpunkten, Nachvollziehbarkeit und vollständigem Code-Eigentum.

Modernisieren Sie rund um IS-U, Schleupen, Wilken, S/4HANA Utilities, GIS und Marktkommunikation, während die Migration läuft. Nichts davon landet im Change-Backlog des Abrechnungssystems.

Wo es läuft

Nuclicore-managed Single-Tenant auf Hetzner in Deutschland oder Azure in der EU, oder in Ihrer eigenen Cloud (BYOC) und On-Premise im Enterprise-Tarif.

Womit es sich verbindet

Abrechnung und CRM (SAP IS-U und S/4HANA Utilities, Schleupen, Wilken, powercloud u. a.), GIS, Zählerdatenmanagement und MaKo-System über APIs, Exporte und Datenbank-Views.

Was wir nicht anfassen

Netzleitsysteme, SCADA, Smart-Meter-Gateways und die eigentlichen Markt-Nachrichten. Ihre Netzleitstelle und Ihr MaKo-System bleiben unverändert.

Wem der Code gehört

Ihnen. Jede Anwendung ist ein Standard-React- und Node-Repository mit eigenem Backend, betrieben auf einer gemanagten, verschlüsselten Postgres-Datenbank. Jederzeit exportierbar, auch für öffentliche Vergabeverfahren.

Was Versorgerteams zuerst prüfen

Diese Fragen stellen Netzbetrieb, IT-Leitung, Informationssicherheitsbeauftragter und Betriebsrat, bevor ein Pilotprojekt gestartet wird.

Hosting in Deutschland

Nuclicore-managed auf Hetzner in Deutschland oder Azure in der EU, mit BYOC oder On-Premise im Enterprise-Tarif. Keine Daten verlassen die EU ohne Ihre ausdrückliche Entscheidung.

Kein Zugriff auf Leittechnik oder OT

Wir verbinden uns nicht mit SCADA, Netzleitsystemen, Fernwirkanlagen oder Smart-Meter-Gateways. Anwendungen nutzen freigegebene IT-Schnittstellen und Exporte.

Neben IS-U, nicht darin

Workflows laufen als Side-by-Side-Anwendungen an Schnittstellen des Abrechnungssystems. Ihr S/4HANA-Utilities-Programm behält Scope, Entwicklungsstopp und Umstellungstermin.

Entflechtungskonform – oberhalb und unterhalb der De-minimis-Grenze

Die informatorische Entflechtung gilt auch dort, wo rechtliche Entflechtung entfällt. RBAC hält Netzdaten vor dem Vertrieb unsichtbar und umgekehrt – dokumentiert für den Compliance-Beauftragten.

Prüfpfade für Regulierer und Wirtschaftsprüfer

Wer hat erfasst, geprüft, genehmigt – wann und mit welchen Nachweisen. Exportierbar je Vorgang für BNetzA-Anfragen, KRITIS-Prüfungen, Revision und Aufsichtsrat.

Nachweise für NIS2 und KRITIS

Dependency-Scanning, Secrets-Handling, CVE-Patching und nächtliche ZAP-Scans für jede App. Freigabestufen und Logs liefern dokumentierte technische Maßnahmen für Ihre Fachanwendungen.

Ausstiegspfad für das Vergaberecht

Standardcode, Standarddatenbank, dokumentierte Schnittstellen. Der Ausstiegspfad ist vor dem Zuschlag geregelt – genau wie es Vergaberichtlinien fordern.

Entwickelt für die reale Organisation von Stadtwerken

Stimmen Sie Umfang, Prozessverantwortung und Governance je Sparte auf einer gemeinsamen Plattform ab – mit der gesetzlich geforderten Trennung.

Netzgesellschaft (Strom & Gas)

Vertrieb & Kundenservice

Messstellenbetrieb (gMSB & wMSB)

Wärme, Wasser & weitere Sparten

Warum sich Bereitstellungsmodelle bei Versorgern verändern

Versorger mit schneller Umsetzung halten den Abrechnungskern schlank, lösen Klärfälle außerhalb von Postfächern und betreiben Compliance als Software.

Branchenrealität

Ein IT-Team, sechs Sparten und das Abrechnungssystem läuft 2027 aus

Die Standardwartung für SAP IS-U endet im Dezember 2027, die Umstellung auf S/4HANA Utilities dauert 18 bis 36 Monate. Gleichzeitig ändert die Bundesnetzagentur halbjährlich Formate der Marktkommunikation. Alle übrigen Fachanforderungen müssen warten.

Branchenrealität

Anschlussbegehren treffen schneller ein, als Netzplaner prüfen können

PV, Wärmepumpen, Wallboxen und Speicher erzeugen selbst bei mittelgroßen Stadtwerken hunderte Anträge monatlich. Der Gesetzgeber fordert Rückmeldungen binnen acht Wochen, und das Netzpaket macht digitale Anschlussportale verpflichtend. Mit E-Mails und Tabellen ist das nicht zu bewältigen.

Branchenrealität

Resilienz ist eine gesetzliche Nachweispflicht geworden

Das KRITIS-Dachgesetz gilt seit März 2026, und Bundesländer können Schwellenwerte senken, die auch regionale Versorger erfassen. NIS2 stuft Energie als wesentlichen Sektor mit 24-Stunden-Meldepflicht ein. Beide fordern abrufbare Belege, keine Aktenordner.

Was Sie für Netz, Kunden, Messwesen und Compliance bauen können

Rechtssichere Software rund um Ihre Kernsysteme – mit Prüfpunkten, Nachvollziehbarkeit und Code-Ownership.

Netz und Anschlusswesen

Netzanschluss-Eingang und 8-Wochen-Fristenüberwachung

Zentraler digitaler Eingang für Erzeuger, Speicher und Verbraucher, Vollständigkeitsprüfung, Eingangsbestätigung, Prüfung durch Netzplaner und Fristenüberwachung je Vorgang.

Installateurportal und Inbetriebsetzung

Eingetragene Installateure reichen Fertigmeldungen, Protokolle und Fotos ein; der Netzbetreiber prüft und bestätigt; der Messstellenbetrieb wird automatisch informiert.

Wärmepumpen, Wallboxen und Speicher ab Schwellenwert erfassen, Steuerbox zuweisen, Netzentgeltreduzierung anwenden und den Nachweis je Zählpunkt führen.

Kapazitätsauskunft und Netzreservierung

Unverbindliche Netzkapazitätsauskunft je Netzabschnitt, Reservierungsanfragen mit Befristung und Dokumentation jeder Kapazitätsentscheidung.

Kunde und Messwesen

Marktprozess-Clearing und Klärfallprüfung

Ausnahmen aus Lieferantenwechsel, Stammdatenänderung und Zählerständen landen in einer zentralen Queue mit Frist, Verantwortlichem und Fehlerbehebung statt in Postfächern.

Geführter Tarifwechsel, Eignungsprüfung für dynamische Tarife anhand des Messsystems, Einwilligung und Bestätigung mit Nachweisakte je Vertrag.

Smart-Meter-Rollout: Termine und Gerätewechsel

3-Monats-Ankündigung, Terminbuchung, Monteurbestätigung, Gerätewechselprotokoll und strukturierter Ausnahmeprozess bei Zugangsverweigerung.

Kommunale Förderprogramme und Zuschüsse

Anträge für kommunale Förderprogramme mit Dokumentenprüfung, Förderkriterien, Genehmigungsstufen und Auszahlungsprotokoll.

Compliance, Fernwärme und Außendienst

KRITIS-Risikoanalyse und Resilienz-Nachweise

Strukturierte Risikoanalyse je kritischer Anlage, Maßnahmen mit Verantwortlichen und Fälligkeiten sowie die Nachweisakte für Behörden und Vor-Ort-Prüfungen.

NIS2-Vorfallmelde-Workflow

Vorfallaufnahme, Klassifizierung, 24h-, 72h- und Abschlussberichte mit namentlich erfasstem Meldeverantwortlichen und archivierter Meldung.

Arbeitserlaubnisscheine und Schaltanträge

Arbeitserlaubnisse für Fremdfirmen und Kolonnen, Schaltanträge an die Leitstelle als dokumentierte Anfrage, zeitfensterbasierte Freigaben und Abschluss mit Beleg.

Kommunale Wärmeplanung und Wärmenetz-Anschluss

Gebäude- und Verbrauchsdaten für die kommunale Wärmeplanung strukturiert erfassen und Fernwärme-Anschlussanträge nach dem gleichen Schema wie Netzanschlüsse abwickeln.

Fügt sich in Ihre Kernsysteme ein

Der größte Mehrwert entsteht, wenn manuelle Übergaben zwischen Netzplanung, Kundenservice, Messwesen und Compliance entfallen und Schnittstellen zum Abrechnungssystem klare Zuständigkeiten haben.

Wir bauen rechtssichere Workflows rund um Abrechnung, CRM, GIS, Zählerdatenmanagement, DMS und Marktkommunikation. Wir lesen, was diese Systeme bereitstellen, und schreiben über freigegebene Schnittstellen zurück. Wir verarbeiten keine Marktformate direkt und greifen nicht in Leitsysteme oder Gateways ein.

Was wir von Ihnen benötigen

Unterstützte Integrationsmuster

Geregelte Releases, stabiler Betrieb

Sicherheits- und Datenkontrollen für Versorger

Jede Anwendung läuft mit eigenem Backend, je Environment mit einer gemanagten, verschlüsselten Postgres-Datenbank. Single-Tenant-Infrastruktur, BYOC und On-Premise im Enterprise-Tarif. Standard-Hosting in Deutschland oder der EU.

RBAC, Audit-Logs und Monitoring steuern den Zugriff nach Marktrolle, Sparte und Funktion. Dependency-Scanning, Secrets-Handling, CVE-Patching und nächtliche ZAP-Scans laufen für jede App – das liefert dokumentierte technische Maßnahmen für NIS2 und Ihr ISMS. Inhalte aus Ihrem Workspace werden nicht für das Training von Modellen verwendet.

Sicherheitskontrollen in der Praxis

So läuft ein erstes Pilotprojekt bei einem Stadtwerk ab

Wir starten mit einem genehmigungsintensiven Workflow und liefern überprüfbare Inkremente mit klarer Governance.

Scope, Abnahmekriterien und Architekturskizze

Einen Workflow auswählen (z. B. Netzanschluss-Eingang, §14a-Registrierung oder Klärfallbearbeitung). Marktrolle, Freigabematrix, Abrechnungsfelder und Rückschreibevorgänge definieren.

Erste lauffähige Version in Preview

Formulare, Routing, Fristen, Genehmigungen und Lese-Integration an Abrechnungs- oder GIS-Exporte. Netz- und Kundenserviceteam testen und kommentieren Aufgaben.

Testumgebung mit realen Rollen und Daten

Sparten- und Marktrollenberechtigungen, optional SSO, Rückschreiben in Abrechnung oder DMS, Export des Prüfpfads. IT und ISB prüfen Schnittstellen und Zugriffskonzept.

Produktions-Release und Übergabe

Freigabe, Bereitstellung in Produktion, verifiziertes erneutes Deployment einer früheren Version. Dokumentation für IT, Compliance-Beauftragten und Betriebsrat. Entscheidung über Folge-Workflows.

Beispiele für Erfolgskriterien

Häufige Fragen zu Energie & Versorgung

Antworten für Netzbetrieb, IT, Informationssicherheit und Kundenservice bei Stadtwerken und Regionalversorgern.

Was bedeutet „governed" für Netz- und Kunden-Workflows?

Aufgaben sind in prüfbare Schritte mit Abnahmekriterien unterteilt. Releases durchlaufen Preview, Test und Produktion mit Freigabe und erneutem Deployment jeder früheren Version. Jeder Fall dokumentiert Erfasser, Prüfer und Genehmiger mit Zeitstempel und Nachweisen – genau das verlangen Regulierer, KRITIS-Prüfer, Revision und Aufsichtsrat.

Wir migrieren von IS-U zu S/4HANA Utilities. Können wir trotzdem starten?

Ja, und genau das ist der Regelfall. Anwendungen laufen neben dem Abrechnungssystem an stabilen Schnittstellen, nicht darin. Es entsteht kein Mehraufwand im Migrations-Backlog, und beim Umstieg wird nur die Schnittstelle umgestellt, nicht die Fachanwendung neu gebaut.

Verbindet sich Nuclicore mit Leittechnik, SCADA oder Smart-Meter-Gateways?

Nein. Wir greifen nicht in Leitstelle, RTUs, SCADA oder die SMGW-Infrastruktur ein. Anwendungen nutzen IT-seitige Exporte und Schnittstellen, die Sie freigeben. Ihr Schutzkonzept für die Leittechnik bleibt unberührt.

Übernimmt Nuclicore die Marktkommunikation (MaKo)?

Nein. Marktnachrichten werden von Ihrem bestehenden MaKo-System erzeugt und verarbeitet. Wir bauen die Prozesse drumherum: Eingang, Klärung von Ausnahmen, Fristenüberwachung, Genehmigungen und Nachweisprotokolle. Die Nachricht selbst verbleibt im Fachsystem.

Wir haben unter 100.000 Zählpunkte. Spielt Entflechtung trotzdem eine Rolle?

Unterhalb der De-minimis-Grenze entfällt die gesellschaftsrechtliche und operationelle Entflechtung, aber informatorische und buchhalterische Entflechtung gelten weiterhin. Wo Trennung gefordert ist, bauen wir getrennte Apps mit RBAC, die Netzdaten vor dem Vertrieb verbergen und umgekehrt – dokumentiert für den Compliance-Beauftragten.

Hilft die Plattform bei KRITIS-Dachgesetz und NIS2?

Ja, auf zwei Wegen: Die Anwendungen selbst laufen mit Dependency-Scanning, Secrets-Handling, CVE-Patching, ZAP-Scans und Audit-Logs als dokumentierte technische Maßnahmen. Zudem gehören Risikoanalysen, Resilienz-Nachweise und Vorfallmeldeprozesse zu den typischen Einstiegs-Workflows.

Kann die Software On-Premise oder im eigenen Azure-Tenant betrieben werden?

Ja. BYOC und On-Premise-Bereitstellung stehen im Enterprise-Tarif zur Verfügung. Standard ist der Betrieb als Single-Tenant bei Nuclicore auf Hetzner in Deutschland oder Azure in der EU.

Wir betreiben Strom, Gas, Wärme, Wasser und ein Bad. Eine App oder fünf?

Eine Anwendung, eine Codebasis, ein Release – es sei denn, Entflechtungsvorschriften verlangen eine getrennte Anwendung für eine Marktrolle. Spartenspezifische Felder, Genehmiger und Grenzwerte sind Konfiguration. Deployment-Labels ermöglichen getrennte Releases je Sparte.

Wir unterliegen dem Vergaberecht. Wie funktioniert das Code-Eigentum?

Jede Anwendung ist ein reguläres React- und Node-Repository mit eigenem Backend, betrieben auf einer gemanagten, verschlüsselten Postgres-Datenbank, jederzeit exportierbar. Ihnen gehören Code und Daten, und der Ausstiegspfad ist vor dem Zuschlag geklärt. Das verlangt in der Regel die Vergabestelle.

Wer wartet die Anwendung nach dem Pilotprojekt?

Ihr Team über dieselbe Plattform: Anforderung beschreiben, Aufgabe prüfen, Release freigeben. Sicherheitsaktualisierungen für Abhängigkeiten übernimmt die Plattform automatisch. Sie können den Code auch intern weiterentwickeln.

Wofür eignet sich die Plattform nicht?

Netzleittechnik, Echtzeitsteuerung, MaKo-Formatverarbeitung, Abrechnung selbst und Alles im OT-Netzwerk. Nuclicore baut die rechtssicheren Workflows um diese Kernsysteme herum, nicht die Kernsysteme selbst.

Verlagern Sie Netz- und Kundenprozesse aus E-Mails in verlässliche Software.

Parallel zu Ihrer Abrechnungsmigration bereitgestellt – entflechtungskonform, mit Prüfpfad und vollem Code-Eigentum.